Oxbow verändert sich

Im Jahr 2009 verzeichnete das französische Surfer- und Boarderlabel einen Umsatzrückgang von 14 Prozent. An dem schlechten Ergebnis ist aber nicht nur die Wirtschaftskrise schuld. Oxbow (Lafuma Group) hat sich zu weit von seiner DNA entfernt, ist zu modisch und lifestylig geworden und dabei nicht technisch genug geblieben. Die Kollektionen waren an eine Zielgruppe zwischen 25 und 35 Jahren gerichtet.Heute will sich Oxbow mit seiner Neupositionierung an eine jüngere Zielgruppe richten. "Die 15- bis 25-Jährigen gehören zur einflussreichsten Zielgruppe und sind am besten geeignet für eine neue Ausrichtung", erklärt Matthieu Bazil, Geschäftsführer von Oxbow.

Oxbow
Oxbow collection Switch printemps-été 2011

Eine Neupositionierung, durch die sich auch die Angebotssegmente ändern:Die Linie "Switch", "eine Art Trendlabor" richtet sich an den aktiven, praktizierenden Kern von Oxbow-Kunden und soll ausschließlich im spezialisierten Einzelhandel verkauft werden. Die Linie "Trip" ist an aktive Wintersportler gerichtet und „Downtown“ an eine breite Zielgruppe. Die Design-Teams wurden neu organisiert und ein besonderes Augenmerk liegt nun auf den technischen Produkten. Als neuer Kreativchef wurde Lionel Rouault berufen, der mit mehrjähriger Erfahrung bei Billabong und Rip Curl aufwarten kann, sowie selbst begeisterter Sportler ist. Zusätzlich wird ab Juli ein Produktmanager das Team bereichern, der zuvor bei The North Face tätig war.
Um noch mehr Einklang mit dem Produkt zu schaffen, rückt Oxbow mit seinem Credo die Sportler selbst in den Mittelpunkt: "Sportler, die ihr Spielfeld zu schätzen wissen: Die Natur".
Was die Entwicklung betrifft, will Oxbow im Ausland stärker werden, wo die Marke im Moment nur 25 Prozent seines Umsatzes macht. "Wir haben 11 Filialen in Frankreich (Franchise) aber keine im Ausland, doch es gibt auch jenseits unserer Grenzen Potenzial“, meint Matthieu Bazil. Der erste Markt im Visier: Spanien. Hier wird im nächsten Jahr die erste Filiale eröffnet. Generell ist Oxbow aber auch an Westeuropa sowie Hawaii, Kalifornien und Florida interessiert. Für den gigantischen, asiatischen Markt ist das unternehmen jedoch noch nicht bereit, besitzt aber Lizenznehmer in Japan.



Copyright © 2014 FashionMag.com Alle Rechte vorbehalten.