Berlin/Essen (dpa) - Karstadt kann nach mehr als einem Jahr aus der Insolvenz entlassen werden. Der Weg für Investor Nicolas Berggruen ist frei, Karstadt setzt auf einen Neuanfang. Einige Grundzüge des Berggruen-Konzepts:
- Der Milliardär stellt über seine Investmentgesellschaft Karstadt 70 Millionen Euro frisches Kapital zur Verfügung.
- Die 120 Filialen und rund 25 000 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Dabei profitiert Berggruen vom «Sanierungsbeitrag» der Beschäftigten in Höhe von 150 Millionen Euro verteilt auf drei Jahre, zum Beispiel durch Abstriche bei Sonderzahlungen.
- Es soll künftig drei rechtlich selbstständige Einheiten geben: Premium-, Sport- und «normale» Kaufhäuser.
- Karstadt soll jünger und modischer werden. Geplant ist dazu eine Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Designer Max Azria, der unter anderem eine Modekollektion von Teenie-Star Miley Cyrus für den Supermarktriesen Walmart entwarf.
- Das Sortiment soll stärker auf Trendartikel in den Bereichen Mode, Wohnen, Kosmetik, Schmuck und andere Accessoires zugeschnitten werden.
- Investiert werden soll auch in die «Modernisierung des Ambientes» der Warenhäuser.
Berggruens Konzept für Karstadt
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