Beiersdorf legt im dritten Quartal weiter zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf hat Analysten zufolge im dritten Quartal mehr umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Günstige Währungseffekte und die Erholung der Klebersparte Tesa sollten dem Unternehmen, das vor allem durch seine Marke Nivea bekannt ist, auf die Sprünge geholfen haben. Beiersdorf wird am Donnerstag (4. November) seine Geschäftszahlen für die Monate Juli bis September vorlegen.

Die elf von dpa-AFX befragten Analysten erwarten den Konzernumsatz bei 1,53 Milliarden Euro nach 1,41 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird bei 176 Millionen Euro erwartet. Im Vergleichszeitraum 2009 hatte es bei 144 Millionen Euro gelegen. Der Überschuss dürfte auf 115 Millionen Euro gestiegen sein von 98 Millionen Euro im Vorjahr.

Ihr Hauptaugenmerk werden die Analysten auf die Entwicklung des Bereichs Consumer richten, zu dem neben Nivea auch Marken wie Labello, 8X4, Eucerin oder Florena gehören. Die Pflegesparte war im vorangegangenen Quartal hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurückgeblieben. Die Experten von JP Morgan gehen davon aus, dass die Hamburger auch im dritten Quartal Marktanteile an die Konkurrenz verloren haben.

Beiersdorf macht den Großteil seines Geschäfts in Westeuropa und damit in einer Region, die nach wie vor nur langsam in Schwung kommt. Dies hat auch der französische Wettbewerber L'Oreal zu spüren bekommen, der im dritten Quartal in Westeuropa nur vergleichsweise gering wachsen konnte und eigenen Angaben zufolge keine wesentliche Verbesserung der Lage bemerkt hat. Schwierig dürften sich auch einige osteuropäischen Märkte wie Rumänien entwickelt haben infolge der dortigen Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst.

Im Vergleich zum Consumergeschäft sollte die Sparte Tesa deutlicher gewachsen sein, höherer Rohstoffkosten zum Trotz. Einige Analysten erwarten sogar, dass Beiersdorf seine Prognose für das industrielastige Tesa-Geschäft leicht anheben wird. Bislang liegt die Messlatte für die EBIT-Rendite von Tesa bei etwas über neun Prozent. Im Consumerbereich soll sie im Gesamtjahr bei "deutlich über elf Prozent" liegen. Für den Konzern wird eine Rendite von "über elf Prozent" erwartet./she/fn/tw