![]() Toledano widmete die Kollektion all den «kleinen Händen», den Nähern oder Stickern, die sie gefertigt hatten. (Bild Pixel Formula) |
Ungewöhnlich an der Modenschau war auch, dass Dior-Chef Sidney Toledano eine Rede zu Beginn des Defilees hielt. Toledano erinnerte an die Werte des Hauses Dior und sprach sich gegen jede Form von Antisemitismus aus - in «Respekt vor den Opfern des Holocaust und der Würde aller Menschen». Er drückte auch seinen Schmerz über den Bruch mit Galliano aus und widmete die Kollektion all den «kleinen Händen», den Nähern oder Stickern, die sie gefertigt hatten. Sie hätten jetzt «ein schweres Herz», sagte er.
Ansonsten herrschte bei den meisten betretenes Schweigen. Die wenigen, die vor der Schau etwas sagten, zeigten sich erschüttert. «Wir alle lieben ihn. Wir sollten ihn bedauern. Dennoch sind antisemitische Äußerungen unverzeihlich. Doch wir sind alle Menschen», sagte Andrew Leon Talley, Moderedakteur und in der Fashion-Szene eine Legende. Starfotograf Mario Testino ließ sich nur ein betroffenes «Ich finde es sehr traurig» entlocken.
Die Kollektion selbst wirkte handwerklich äußerst gelungen. Inspiriert von britischen Dandys schwelgte sie in langen, schwingenden Silhouetten mit Maxi-Capes und Mänteln zu kurzen wippenden Röcken oder Knickerbocker-Hosen.
Materialien wie Samt, Kaschmir, Chiffon und Pelz ließen das Ganze kostbar erscheinen. Dies alles wurde vorgeführt in Farben wie Burgunder, Lila, Pistazie und Dunkelbraun. Daneben gab es softe Seidenkleider mit Smok-Einsätzen oder Plissierungen in zarten Rosé-Tönen.
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## Internet - [Verband der Couture und des Prêt-à-Porter](http://www.modeaparis.com)
## Orte - [Dior-Schau](Musée Rodin)
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