Gelungenes Debüt von Christophe Lemaire bei Hermès

   Paris (dpa) - Entwürfe voller Noblesse markierten den Einstand von Designer Christophe Lemaire beim Luxushaus Hermès. Er landete am Sonntag bei den Pariser Prêt-à-Porter-Schauen einen Treffer: Die Kollektion für Herbst/Winter 2011/12 passte mit ihren schmeichelnden Kaftankleidern in Cremetönen, handschuhweichen Lederhosen in Nougat, Abendkleidern in orangeleuchtender Seide perfekt zum vornehmen Image der französischen Traditionsmarke. Hermés hatte sich im 19. Jahrhundert mit hochklassigem Reisegepäck und Sattelmacherei einen Namen gemacht.

   Nicht alle trauten dem 1965 geborenen Franzosen den Job als Chefdesigner der Damenlinie von Hermès zu, denn hier ist großes Geschick im Umgang mit den wohl feinsten Stoff- und Lederqualitäten der Welt gefragt. Zudem folgt Lemaire auf den genialen Jean Paul Gaultier, der sieben Jahre lang das Image des Hauses prägte. Lemaire hat vor Hermès für das Design der Sport- und Modemarke Lacoste verantwortlich gezeichnet.

Christophe Lemaire, Hermès
Hermès (Bild Pixel Formula)


   Dass er die Schnittkunst perfekt beherrscht, zeigte Lemaire nun mit seinen orientalisch geprägten Modellen. Die Mäntel erinnerten an die Umhänge von Mongolen, die Kleider an chinesische Kimonos. Die Models erschienen wie eine Mischung aus Amazone und Wüstenreiterin. Kaum etwas wirkte übertrieben - weder die Farbpalette in sanften Gewürztönen mit ein paar Leuchteffekten dazwischen noch die chinesische Musik im Hintergrund.

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