Ende der Pariser Prêt-à-Porter -Schauen mit Miu Miu

Prêt A Porter Paris, Miu Miu
Miu Miu (Bild Pixel Formula)
 Paris (dpa) - Das I-Tüpfelchen setzte Miuccia Prada bei den Pariser Prêt-à-Porter-Schauen kurz vor deren Ende: Mit feiner Ironie reicherte sie in ihrer Miu Miu-Kollektion für Herbst/Winter 2011/12 den Trend zur bourgeoisen Zurückhaltung an. Das damenhafte Element, das zuvor die Schauen dominiert hatte, machte frischer Verspieltheit Platz. Die Schnitte blieben dennoch sehr sauber. Prada betonte die Taille, während sich die Oberteile zu breiten Schulterpartien öffneten. Die Röcke waren meist schmal, doch schwingend.

   Die Italienerin zeigte schöne Ensembles mit blousonartig gerafften Oberteilen mit kleinem Kragen und dazu einen unterhalb des Knies endenden Rock. Farbflächen in Nougatbraun, Dunkelblau, Schwarz oder Ziegelrot wurden harmonisch kontrastiert: Das beigefarbene Kleid trug einen orangefarben kleinen Überrock als eine Art Miedergürtel, auf dem schwarzen Mantel saß ein weißer Bubi-Kragen. Daneben gab es bedruckte Jerseykleider im 40er-Jahre-Stil mit gestickten Vogelmotiven in Silber und Gold. Große Schleifen, Mary-Jane-Schuhe mit Goldabsätzen und Taschen, die wie riesige Portemonnaies aussahen, gaben der Kollektion einen Touch Minnie Mouse.

   Neun Tage - vom Dienstag vergangener Woche bis zum Mittwoch - dauerte der Schauenmarathon, bei dem mehr als 90 Designerhäuser ihre Kollektionen präsentierten. Daneben führten auch kleinere Marken ihre Entwürfe außerhalb des offiziellen Kalenders vor. Miu Miu ragte diesmal besonders heraus, weil sie im historischen Ambiente des von Auguste Perret zwischen 1936 und 1946 errichteten «Palais de Iéna», dem Sitz des französischen Wirtschafts- und Sozialrates, zeigen durfte.

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