Haben Läden wie Zara und H&M die Konsumexplosion der Mode ausgelöst oder antizipiert ? |
Der von der britischen Journalistin veröffentlichte Essay (To die for: Is fashion wearing out the world ? Verlag: Fourth Esate) verrät, dass eine Frau im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt 150 000 € für ihren Look ausgibt. Nach der Journalistin habe die Fast-Fashion die Kaufgewohnheiten heftig durcheinander gebracht indem die Preise verpfuscht werden, und das zum Nachteil der Qualität. Laut der Studie sind die Ausgaben der Frauen zwischen 2001 und 2005 um 21 % gestiegen, während der Stückpreis für Kleidung um 14 % zurückgegangen ist.
Wie bereits von anderen Analytikern bemängelt, kritisiert auch die Studie die unverantwortliche, wirtschaftliche Verschwendung. Denn die Frauen schmeißen genauso viel weg wie sie kaufen, fast 30 Kilo Kleidung pro Jahr also. Jede Frau besitze etwa 22 Kleidungsstücke, welche sie niemals tragen wird.
Lucy Siegle ist allerdings der Ansicht, dass diese Entwicklung sich mit der Zeit stabilisieren könnte und gegebenenfalls sogar nachlassen könnte. Man muss hinzufügen, dass das Klima sich verändert hat, besonders in Europa, wo die Sparmaßnahmen die Konsumenten dazu bewegen könnten weniger zu kaufen, aber dafür nachhaltiger.