Roppenheim The Style Outlets: Eröffnung in einem Jahr

Neinver und Mab Développement haben nicht den ersten Stein, sondern die erste Fassade des Roppenheim The Style Outlets gefeiert. Das Projekt des Markendorfes im Elsass, an der Grenze von Deutschland, wird voraussichtlich im Frühling 2012 eröffnen.

The Style Outlets
Das Bauprojekt in Roppenheim


Ein Projekt, über das man schon seit vielen Jahren spricht und welches immer noch keine Einstimmigkeit erhalten hat. „Das wird wie Eurodisney-Shopping nur ohne Mickey Mouse. Wir sprechen hier von 107 Geschäfte für Roppenheim. Im Zentrum von Straßburg gibt es mehr als 1200“, kommentiert Pierre Bardet, President des Einzelhandelsverbandes der Stadt. „Das ist der Erfolg eines langen Parcours. Der Gemeinderat hatte schon seit 1996 für ein solches Projekt gestimmt“, erinnert Gilbert Rinckel, Bürgermeister von Roppenheim. Kurz gesagt, wurde die Baugenehmigung bereits 2007 erteilt und Ende 2009 haben Neinver/Mab Developpement das Projekt von Freeport übernommen. „Es ist das erste Markenzentrum unserer Partnerschaft“, erfreut sich Marc Vacquier, Generaldirektor von Mab Développement France, der französischen Filiale des niederländischen Bauträgers MAB.

Neinver und Mab Développement haben ein 50:50 Joint-Venture geschlossen um Outlets in Deutschland und Frankreich zu entwickeln. Die Gemeinde Roppenheim, welche etwa 40 km von Karlsruhe und 45 km von Straßburg entfernt ist, spiegelt diese Union perfekt wieder:
Mab hat Kompetenzen in Finanzen und Konstruktion, wohingegen Neinver sich um den Vertrieb, die Verwaltung und das Marketing kümmert.

Die Eröffnung des Centers in Roppenheim wird planmäßig ein einem Male gefeiert werden, im Gegensatz zu anderen Markenzentren. The Stlyle Outlets, welches einem elsässischen Dorf ähneln soll, nimmt eine Verpachtungsfläche von 27 000 Quadratmetern ein und wird über 107 Boutiquen verfügen. Was die zukünftigen Mieter anbelangt, wurden noch keine Namen genannt. „Wir arbeiten mit mehr als 700 angesehenen Marken in Europa zusammen. Darunter Armani, Hilfiger, Samsonite, Cavalli,...“, kommentiert Mayte Legeay, Direktorin für Frankreich der spanischen Gruppe Neinver, welche bereits 12 Markenzentren in Europa führt. Es wird Läden zwischen 100 und 900 Quadratmetern geben. „Wir werden auch 3 bis 4 Lokomotiven haben“, kommentiert Marc Vacquier.
Das Angebot wird zu einem Drittel aus französischen, zu einem Drittel aus deutschen und schließlich zu einem Drittel aus internationalen Marken bestehen. Die Positionierung beläuft sich auf mittlere bis gehobene Ansprüche. Zudem wird es auch einen Pop-Up Outlet geben mit einer Fläche von 100 bis 200 Quadratmetern.
„Dieser Store, der nur zeitweise vorhanden sein wird, erlaubt entweder jungen Marken ein Konzept der Lagerbestandsabbauung zu testen oder denjenigen, die keine großen Lagerbestände haben, von dem temporären Verkaufsort zu profitieren“, kommentiert Mayte Legeay.

Die Bauträger bleiben diskret wenn es um Einschätzungen der Verkäufe geht, aber sie erwarten für das erste Jahr 1,5 bis 2 Millionen Besucher und auf konstanter Basis sogar 3 Millionen. Weitere Projekte des Duos sind in Honfleur und in Bellegarde geplant. Zudem habe man schon über eine mögliche Niederlassung in den Süden Frankreichs gesprochen, „aber es kommt nicht nur Marseille in Frage“.



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