Denim : Eine Piraten-Kampagne gegen Sandstrahlen bei der Produktion

Eine Woche lang hat sich der britische Verband für Arbeiterrechte „Labour Behind the Label“ einer Kampagne gewidmet, um gegen die Verwendung von Sandstrahlen in der Denim-Industrie anzukämpfen. Die Aktivisten haben Botschaften in Hintertaschen von Jeanshosen mehrerer Marken versteckt.

Diese Etiketten haben Aufschriften wie „Verursacht ihre Jeans tödliche Lungenkrankheiten?“ oder „Sandstrahlen töten“ und ähneln somit den Schock-Mitteilungen auf Zigarettenschachteln. Die Botschaften sind mit Verweis auf die Internetseite der Assoziation, auf welcher die Surfer die Möglichkeit haben, ihre Marken über die Verwendung von Sandstrahlen bei der Produktion zu befragen, über Mails sowie über soziale Netzwerke.

Siehe die Klassifizierung der Marken von Labour Behind the Label


Labour Behind the Label zeigt dort eine Klassifizierung der Marken, welche mit Sandstrahlen arbeiten. Dolce & Gabbana, Armani sowie Asda George haben am schlechtesten abgeschnitten und verweigern Stellung zu dem Thema zu nehmen. Gucci hingegen wird dafür gelobt, dass die Marke mit dem schädlichen Produktionsverfahren aufgehört hat und zudem diese Evolution in ihrer weltweiten Produktionspolitik fortführt. Außerdem werden auch die Marken Benetton, Burberry, C&A, H&M, Levi‘s, New Look, Pepe Jeans und Matalan gewürdigt, weil sie ihre negative Einstellung bezüglich des Sandstrahlverfahrens kundgetan haben. Dennoch ruft die Assoziation den Notstand aus, da das Verfahren weiterhin verwendet wird.

Seit April 2009 ist der Vollzug der Sandstrahlen bei der Produktion innerhalb der EU verboten. Bei dem Verfahren werden Sandpartikel auf die Kleidungsstücke mittels eines starken Luftstrahls geschleudert, wodurch ein verschlissener Look entsteht. Problem : Diese Partikel verursachen bei den Fabrikarbeitern eine Silikose, eine chronische Lungenkrankheit, welche unheilbar ist und manchmal tödlich ausgeht.



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