Pitti Uomo und Pitti W. stellen Brasilien zur Schau

Die Pitti Uomo führt ihre Entwicklungen fort. Für ihre 80. Edition, welche am 14. Juni ihre Türen öffnet, hat die florentinische Männermodenmesse ein Projekt namens Pitti Guest Nation geplant. Brasilien wird das erste Land sein, welches die Möglichkeit hat im Scheinwerferlicht der Italiener zu glänzen.

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Die Pitti hatte letzten Januar "die Stadt" als Thema - Photo: S. Masse

Das Ziel des Projektes ist laut den Organisatoren, „einen wechselseitigen Austausch sowie Kenntnisse zwischen dem Gastland und dem Gastgeberland zu fördern und zu schaffen“. Dafür ist Brasilien perfekt geschaffen, da dort die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 stattfinden werden. In Florenz kann die Kunst mit der Mode perfekt in Verbindung gebracht werden. Auch das Festival für visuelle Kunst, Musik und Kino namens Tudo è kann dies bestätigen, da dessen Elemente die Visionen des Landes Brasilien präsentieren. Tudo è ist unter der Führung von Alberto Salvadori und Andrea Lissoni und wird von der Stiftung Pitti Discovery realisiert, in Zusammenarbeit mit der Osservatorio per le Arti Contemporanea dell’Ente Cassa di Risparmio di Firenze.

Was die Mode betrifft, empfängt die Pitti W junge brasilianische Talente. Unter den Marken oder Designern sind unter anderem Gilda Midani, Louloux, Muggia, New Order, Oestudio und Vanessa Montoro.

Pitti Immagine schreitet global mit ihren Aktivitäten voran. Die Organisationsfirma der Messen hat im November ein Büro in Brasilien eröffnet, im Februar in Indien und bald auch in Hong-Kong. Diese Büros, welche in erster Linie auf die Messebesucher abzielen, haben eine Partnerschaft mit dem italienischen Institut des Außenhandels gegründet. „Um einen Markt auf die Beine zu stellen, muss man nicht gerade eine Messe dort schaffen, jedoch sollte man Einkäufer mit guten Referenzen bei sich empfangen, auch wenn es nur 30 oder 40 sind“, kommentiert Raffaello Napoleone, beauftragter Administrator von Pitti Immagine.

Er hat sich immer schon gegen einen Export der Messen gewehrt, da diese sehr eng mit der Stadt Florenz in Verbindung steht, sodass man sogar schon von einer Abhängigkeit sprechen kann. Die Stadt ist mit viel Kunst und Geschichte versehen - verknüpft mit der italienischen Mode. Heutzutage nehmen ungefähr 200 bis 250 chinesische, 30 bis 40 brasilianische und circa 20 indische Einkäufer den Weg nach Florenz auf sich, was so viel sagen will, dass das Potenzial bedeutend ist.

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