Supergroup annonciert Flagship-Projekte in Kontinentaleuropa

Mitte Juni gab es Behauptungen, dass Abercrombie & Fitch Superdry aufkaufen wollte, aber Supergroup, das Stammhaus der britischen Marke, erklärte diese Vermutungen für falsch. Britische Analysten sind beunruhigt und schauen skeptisch in die Zukunft. Innerhalb eines Jahres hatte sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt, bevor er wieder auf das Niveau von Juni 2010 fiel. Auch wenn die Einschätzungen die Ambitionen des Umsatzwachstums bestätigen, zieht das noch lange keine Gewinnsteigerung nach sich.

Cult
Supergroup möchte mit seiner Stabilität überzeugen - Foto Supergroup

Am 20. Juni sprach Julian Dunkerton, Generaldirektor von Supergroup, im Zuge eines Treffens mit den Aktionären und Analysten über die Ambitionen der Gruppe um gegen das Image der tickenden Zeitbombe anzukämpfen. Bei dieser Gelegenheit gab er auch die bis zum Ende diesen Jahres geplante Eröffnung eines Londoner Flagship-Stores auf der Regent Street (ehemals Austin Reed) bekannt. „Dank dem Potenzial unserer Marken sowie der Akquisition von CNC sehen wir, in Großbritannien sowie auf internationaler Basis, große und unerschlossene Wachstumsmöglichkeiten. Das Entwicklungsprogramm für den ersten Teil des Jahres ist gesichert und auch für die zweite Hälfte sind wir aufgrund unserer geplanten Boutiqueeröffnungen zuversichtlich und hoffen diese auch in die Tat umsetzen zu können.“

Die Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 268 Millionen Euro erwirtschaftet. In Großbritannien sollen noch dieses Jahr 20-30 Cult- und Superdry-Boutiquen eingeweiht werden, und die meisten davon noch vor Weihnachten. Supergroup verfügt über 61 eigene Geschäfte sowie über 70 Concessions. Langfristig erhofft sich die Gruppe insgesamt 150 Boutiquen auf dem britischen Markt zu führen.

Aber Supergroup annonciert auch seine internationalen Entwicklungsambitionen für den Internethandel, welcher 8% seines Umsatzes ausmacht. Die europaweiten Boutiqueeröffnungen können auch weiteren Erfolg versprechen: Circa 50 Franchise-Stores sollen noch dieses Jahr eingeweiht werden. Deutschland und Frankreich gehören zu den wichtigsten externen Märkten der Gruppe und dürfen auch innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate auf Flagshiperöffnungen hoffen. Die Boutiquen werden über eine Verkaufsfläche von bis zu 200 Quadratmetern verfügen, wohingegen der Flagship in New York sich über eine Fläche von 550 Quadratmetern erstreckt. Die Standortrecherche wurde Jones Lang LaSalle anvertraut. Die internationale Entwicklung wird der Gruppe erlauben die Retail-Krise ausgeglichener zu überwinden.



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