ZÜRICH (dpa-AFX) - Beim Schweizer Schmuck- und Uhrenhersteller Richemont hat vor allem eine kräftige Nachfrage nach Luxusgütern in Asien zu einem deutlichen Umsatzanstieg geführt. In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 (Ende März) seien die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Prozent geklettert, teilte Richemont am Mittwoch in Zürich mit. Ohne Wechselkurseffekte habe der Zuwachs 35 Prozent betragen. Damit übertraf die Schweizer Gesellschaft die Erwartungen der Analysten. Vorbörslich stieg der Richemont-Kurs in einem freundlich erwarteten Gesamtmarkt um rund vier Prozent.
Wachsen konnte Richemont in allen Geschäftsbereichen. Besonders gut lief dabei das Juweliergeschäft mit Marken wie Cartier und Van Cleef & Arpels. Vor allem der Handel in den eigenen Geschäften erwies sich als profitabel. Aber auch mit der Uhrensparte (Jaeger-LeCoultre, IWC, Lange & Söhne) setzte der Luxusgüterkonzern deutlich mehr um als noch vor einem Jahr. Zulegen konnte auch der Füllerhersteller Montblanc.
Den größten Zuwachs verzeichneten die Schweizer in der Region Asien-Pazifik. Aber auch in Amerika profitierte Richemont von einer starken Nachfrage. Trotz der Folgen der Naturkatastrophen konnte das Unternehmen auch in Japan mehr umsetzen.
Für das laufende Jahr zeigte sich Unternehmenschef Johann Rupert vorsichtig. Den Verlauf für den Rest des Geschäftsjahres vorauszusagen, sei sehr schwierig. Die Schuldenprobleme in der Eurozone dürften in den kommenden Monaten auch die Unternehmen zu spüren bekommen. Davon betroffen seien insbesondere die Wachstumsmärkte. Die derzeit gute Entwicklung im Handel werde sich deshalb nicht fortsetzen können.
Zudem rechnet Rupert aufgrund des starken Schweizer Franken mit weiteren negativen Auswirkungen. Einen Großteil seiner Güter produziert Richemont im Heimatmarkt. Dies dürfte auf die Margen des Unternehmens drücken, fügte er hinzu./mne/ep/tw
Richemont mit Umsatzsprung - Nachfrage in Asien treibt
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