Beiersdorf dürfte 2012 wieder mehr Gewinn machen

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Nivea-Hersteller Beiersdorf wird nach einem schwierigen Jahr 2011 aus Sicht von Analysten in diesem Jahr wieder mehr Gewinn machen. Der Konsumgüterkonzern befindet sich im Umbruch. Nachdem Beiersdorf zuletzt im Wettbewerb mit starken Gegenspielern wie L'Oreal oder Procter & Gamble nicht Schritt halten konnte, hatte der scheidende Vorstandschef Thomas-B. Quaas dem Konzern eine Schönheitskur verordnet und das Geschäft mit der Hauptpflege wieder in den Vordergrund gerückt.

Beiersdorf wird seine Zahlen am Donnerstag (1. März) vorlegen. Analysten achten dabei vor allem auf den Ausblick für 2012. Für Quaas wird es die letzte Bilanzpressekonferenz als Vorstandschef sein. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 26. April wechselt der 60-Jährige nach mehr als sieben Jahren an der Spitze des Konzerns in den Aufsichtsrat. Sein Nachfolger, Stefan Heidenreich, der bereits seit Anfang des Jahres im Unternehmen ist, wird den Umbau des Konzerns fortsetzen.

Für die wichtigsten Kennziffern hatte Beiersdorf bereits Ende Januar vorläufige Zahlen vorgelegt. Danach war der Umsatz leicht auf 5,6 Milliarden Euro gestiegen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis sank von 699 auf 646 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Beiersdorf mit 259 Millionen Euro etwa ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Schuld waren Kosten für die Restrukturierung sowie hohe Marketingaufwendungen für die Marke Nivea. Diese Posten dürften im laufenden Jahr niedriger ausfallen, schätzen Experten.

Dennoch sei Beiersdorf noch nicht aus dem Gröbsten raus, finden viele Experten. Erst Ende November hatte der Konzern einräumen müssen, dass die bislang gestarteten Maßnahmen nicht ausreichen. Dabei kündigte der Vorstand auch den Abbau von bis zu 1.000 Stellen weltweit an. Für Thomas Maul von der DZ Bank ist dies ein Indiz, dass die Herausforderungen in der Konsumsparte größer sind als gedacht. Zwar habe sich nach den vorläufigen Zahlen die Profitabilität im vierten Quartal unerwartet deutlich verbessert, schreibt er in einer Studie. Ob diese Entwicklung jedoch nachhaltig sei und es Beiersdorf gelingt, wieder zu alter Stärke zurück zu finden, bleibe abzuwarten./she/enl/tw

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