66 Millionen Fälschungen in Rom seit 2008

Rom ist nicht nur die politische Hauptstadt Italiens, sondern auch die italienische Hauptstadt der Fälschungen. Laut Angaben der römischen Behörden wurden in der Agglomeration von Rom über 66 Millionen gefälschte Artikel beschlagnahmt. Bisher wurden rund 18,5 Millionen Euro in die Bekämpfung des Phänomens investiert.
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Bild: AFP


Die römischen Behörden haben nach eigenen Angaben zwischen Januar 2011 und Februar 2012 nicht weniger als 86 833 Kontrollen durchgeführt, bei denen rund 4852 Personen verhaftet wurden. Dabei handelte es sich mehrheitlich um gefälschte Markenartikel, die in manchen Fällen noch nicht einmal die Anforderungen der europäischen Gemeinschaft erfüllen.

Diese Polizeieingriffe haben die Fälschungsszene auch mit dem Drogenschmuggel in Verbindung bringen können: Bei der Beschlagnahme von gefälschten Artikeln wurden insgesamt 1,73 Millionen Gramm Drogen entdeckt. Im vergangenen September hatte die Polizei in der Nähe von Padua zudem einen Verbrecherring von 127 Personen zerschlagen können. Der Ring war insbesondere für eine „zentrale Figur der neapolitanischen Mafia“ tätig.

Gemäß der International Anti-Counterfeiting Coalition entgeht den Marken durch gefälschte Artikel jährlich ein Gewinn von fast 600 Milliarden Dollar. So haben die Zöllner in Frankreich beispielsweise im vergangenen Jahr fast 9 Millionen Produkte beschlagnahmt, das entspricht einer Zunahme um 42 %. Zu den am stärksten betroffenen Artikeln gehören an zweiter Stelle Kleider und Schuhe mit 1,9 Millionen Artikeln.



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