Richemont profitiert auch in der Krise von Lust auf Luxus

GENF (dpa-AFX) - Der Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont hat von der Krise bislang nichts zu spüren bekommen. Trotz des starken Franken konnte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr (Ende März) Umsatz und Gewinn sehr deutlich steigern. Wie Richemont am Mittwoch in Genf mitteilte, erzielten sämtlichen Sparten und Regionen Zuwächse ungeachtet des teilweise schlechten konjunkturellen Umfeldes. Sowohl das Schmuck- als auch das Uhrengeschäft lieferten Rekordgewinne. Auch die Hamburger Füller- und Uhrenmarke Montblanc, die inzwischen zum Schweizer Konzern gehört, erhöhte den Gewinn.


Richemont Head Quarters. (Foto: Richemont)


Der Überschuss stieg in den zwölf Monaten bis Ende März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,09 auf 1,54 Milliarden Euro. Am Markt waren im Schnitt lediglich 1,36 Milliarden Euro erwartet worden. Der Umsatz legte um 29 Prozent auf 8,87 Milliarden Euro zu. Richemont setzt inzwischen 42 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum um. Dort lag das Wachstum mit 43 Prozent auch erheblich über dem weltweiten Schnitt.

Obgleich der Umsatz auch im April stieg, und zwar um 29 Prozent zum Vorjahr, betrachtet Richemont die wirtschaftlichen Unsicherheiten besonders in der Eurozone mit Sorge. "Wir blicken daher mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft", sagte Unternehmenschef Johann Rupert. Richemont will einen Teil der Gewinne nutzen, um in den nächsten zwei Jahren bis zu zehn Millionen eigene Aktien zurückzukaufen, die 1,7 Prozent des Kapitals ausmachen./fn/men/stb

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