Bekleidungsindustrie bewertet erstmals Nachhaltigkeit

Hamburg (dpa) - Große Bekleidungskonzerne wie Otto, Nike, Patagonia und Wal Mart wollen erstmals einen Nachhaltigkeitsindex entwickeln. Dieser soll Klima-, Umwelt- und Sozialstandards bei Produktion und Vertrieb erfassen. «Wir sind optimistisch, dass wir das hinbekommen, aber es ist noch eine Wegstrecke zu gehen», sagte Andreas Streubig, der Leiter der Abteilung für Umwelt- und Gesellschaftspolitik der Otto Group, der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg.


Es soll ein Nachhaltigkeitsindex entwickelt werden. (Foto: otto.de)


Die 70 Mitglieder der Branchen-Initiative «Sustainable Apparel Coalition» (SAC) entwickeln den Nachhaltigkeitsindex. Neben Handelsfirmen und Bekleidungsherstellern sind daran auch Gewerkschaften, internationale Umweltschutzorganisationen und politische Institutionen beteiligt. Die Firmen repräsentieren nach Angaben der SAC mehr als ein Drittel des weltweiten Umsatzes der Bekleidungs- und Lederwarenindustrie.

Der Index soll Nachhaltigkeits-Daten aus dem Lebenszyklus eines Produkts erfassen - zum Beispiel bei der Gewinnung von Baumwolle, der Weiterverarbeitung zum T-Shirt und beim Transport ins Einzelhandelsgeschäft.