Vogue und Berliner Fashion Week gegen Magermodels

Berlin (dpa) - Die «Vogue» und der Veranstalter der Berliner Fashion Week (4.-7. Juli) setzen sich gegen zu magere Models ein. Sie haben die Designer vor der Modewoche dazu aufgerufen, sich beim Casting an die Prinzipien einer internationalen Gesundheitsinitiative der Zeitschrift zu halten. Die Frauen sollen demnach älter als 16 Jahre sein und ein «gesundes Körperbild» transportieren. «Models haben für viele Frauen eine Vorbildfunktion und sind Botschafterinnen für die gesamte Modebranche», erklärte «Vogue»-Chefredakteurin Christiane Arp am Mittwoch. Umso wichtiger sei es, dass sie auch Botschafterinnen eines gesunden Körperbewusstseins seien.

Zu den Forderungen an die Designer gehört, dass bei den Shows ein «gutes und gesundheitsbewusstes Arbeitsumfeld» sichergestellt wird. Dabei geht es auch um das Cateringangebot und die Arbeitszeiten. Einer der sechs Punkte der Initiative, auf die sich die 19 Chefredakteure der weltweiten «Vogue»-Ausgaben einigten, lautet: «Wir werden Designer bitten, die Folgen unrealistisch kleiner Mustergrößen ihrer Kleidung zu bedenken, welche die Auswahl an Frauen, die ihre Mode tragen können, begrenzt und den Einsatz extrem dünner Models begünstigt.»

Über zu dünne Frauen wird in der Branche immer wieder diskutiert, häufig geht es dabei um das Thema Essstörungen. Die Zeitschrift «Brigitte» sorgte mit ihrer Kampagne, nur «normale» Frauen als Models einzusetzen, für Gesprächsstoff.

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