Who's Next Pap Paris: mehr Ausländer, weniger Franzosen

Es ist eine leicht getrübte Bilanz der Who’s Next Prêt-à-Porter Paris, die ihre Daten von September auf Ende Juni vorgezogen hat. Insgesamt verliert die Messe, trotz der versuchten Dynamik des Organisators WSN Développement, 4% an Besuchern im Vergleich zur Ausgabe im September 2011, die eine Übergangsausgabe war.

Die offizielle Besucherzahl lautet 47.064 Besucher. Der Ausländeranteil betrug 36%. In den letzten beiden Ausgaben lag er noch bei 32%. Die Internationalisierung schreitet voran… langsam.


Der Bereich Première Classe. (Foto Pixel Formula)

Auf Seiten der Ausländer ist die Zahl der Europäer (außer Frankreich) um 2,1% auf 11.468 Besucher gesunken. Dies ist ohne Zweifel eine Folge der Krise, die Europa betrifft. Außerdem wurde ein Rückgang um 19,6% bei den Italienern und 7,7% bei den Spaniern festgestellt. Glücklicherweise verzeichneten die Asiaten mit 2760 Besuchern einen Zuwachs von 52,8%. Die Zahl der Japaner stieg sogar um 88,6% auf 1682 Besucher an. Sie sind, wie man weiß, in dieser Periode (HAKA Fashion Week) in Paris sehr präsent. Es ist folglich also schwierig einzuschätzen, ob ihr Besuch am Porte de Versailles ergänzend war oder nicht.

Auf Seiten der Franzosen hat der Fakt, dass die Messe am ersten Ausverkaufs-Samstag angefangen hat, einen großen Einfluss gehabt. Die Einzelhändler aus der Provinz haben um mehr als 21% abgenommen, wohingegen der Anteil der Pariser Besucher laut dem Organisator um 7,6% zugenommen hat. Die Zahlen sagen nicht aus, wie viel Zeit die Einzelhändler-Besucher, die mit ihren Geschäften beschäftigt sind, auf der Who’s Next verbracht haben oder ob sie aufgrund wesentlicher Gründe hingegangen sind.

Jeder denkt, dass viele Mühen gemacht wurden, um die Messe selbst und den Porte de Versailles attraktiv zu gestalten. Die nächste Veranstaltung wird entscheiden, ob die Zusammenlegung der Who’s Next Prêt-à Porter Paris sich als internationale Messe für DOB behaupten kann. Alles mit der Bewahrung der französischen Besonderheit.

Ohne jeden Zweifel haben sich die Organisatoren auch aufmerksam mit dem HAKA-Bereich Mr. Brown auseinandergesetzt, der die Aussteller nicht zufriedengestellt und die erwartete Besucherzahl nicht erreicht hat.

Es wird interessant sein, diese Zahlen mit den Ergebnissen der Berliner Messen, die am Freitag endeten, zu vergleichen. Zumindest um festzustellen, ob die Wirtschaftskrise überall die gleichen Auswirkungen zeigt…



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