Modekonzern Escada hofft auf Gewinn

München (dpa) - Drei Jahre nach der Insolvenz hat der Modekonzern Escada wieder Tritt gefasst. «Die ersten fünf Monate waren gut, der Umsatz liegt innerhalb der Erwartungen, das Ergebnis ist sogar besser als gedacht», sagte Escada-Chef Bruno Sälzer der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag). Im laufenden Jahr will Escada den Umsatz von 300 auf etwa 320 Millionen Euro steigern und das Ergebnis verbessern, das laut Sälzer 2011 unterm Strich noch «leicht rot» war. Als Fernziel sieht er einen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro.


Escada Sport auf der Fashion Week in Berlin. (Foto: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin)


Nach wie vor prüft das Unternehmen mit Sitz in Aschheim bei München den Einstieg in den Markt für Männermode. «Eine große Modemarke schaut immer auch auf das andere Geschlecht», sagte Sälzer, der früher Vorstandschef von Hugo Boss war. Über den Strategiewandel wird seit langem spekuliert. Konkrete Pläne für eine Männerkollektion gibt es aber weiterhin nicht. «Wir wüssten technisch, wie man das machen kann, aber wir haben kein Projekt laufen», sagte Sälzer.

Escada hatte im Sommer 2009 wegen finanzieller Probleme Insolvenzantrag gestellt und war wenig später von Megha Mittal aus der indischen Industriellen-Familie Mittal übernommen worden. Seitdem geht es - auch dank entstaubter Kollektionen und niedrigerer Preise - wieder bergauf.

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