Ahlers AG verzeichnet Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2012

Die Ahlers AG hat an diesem Mittwoch ihren Halbjahresbericht 2011/2012 (vom 01. Dezember 2011 bis 31. Mai 2012) veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass sie bei einem gesunkenen Halbjahresumsatz von 121,6 Millionen Euro (im Vergleich zu 122,0 Millionen Euro im Vorjahr) ein um Währungseinflüsse und den letzten eigenen Umsätzen aus dem Jupiter Hemden-Geschäft bereinigtes Umsatzplus von 0,5% erwirtschaftet hat. Der EBIT vor Sondereffekten sank auf 4,6 Millionen Euro (betrug 5,8 Millionen Euro im Vorjahr).

Zum bereinigten Umsatzplus hat vor allem die Strategie beigetragen, das Geschäft mit den Premiummarken weiter auszubauen.Die Umsätze von Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern sind um 5,5% auf 71,1 Millionen Euro gestiegen. Sie machen nun 58% (+3%) des Gesamtumsatzes aus. Trotzdem wurde die von der Geschäftsführerin Stella Ahlers im letzten Jahr genannte Zielmarke von 60% noch nicht erreicht. Das Jeans & Workwear-Segment (Pioneer Authentic Jeans, Pioneer Jeans & Casuals, Pioneer Workwear) ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Millionen Euro auf 33,3 Millionen Euro zurück. Auch das Men’s & Sportswear-Segment (Gin Tonic, Jupiter) musste einen Umsatzrückgang von -17,7% hinnehmen und erwirtschaftete somit 17,2 Millionen Euro. Ein entsprechendes Restrukturierungsprogramm wurde aufgrund des Umsatzrückganges unter neuer Geschäftsführung im zweiten Halbjahr bei Gin Tonic eingeleitet. Die Marke will sich mehr auf HAKA konzentrieren und stellt die DOB ein.


Baldessarini. (Foto: baldessarini.com)


Erfreulich hingegen sind die Entwicklungen im eigenen Einzelhandel. Hier betrug der Umsatz +11%, wodurch der Retail nun 10,3% des Gesamtumsatzes ausmacht (flächenbereinigt +2,0%). Dieses Ergebnis bestätigt die Richtigkeit der Entscheidung, die im Jahr 2011 neu geschaffene Position des Bereichsvorstands Retail mit Angelika Firnrohr zu besetzen.

Das auf Männermode spezialisierte Unternehmen aus Herford geht im dritten Quartal 2012 von rückläufigen und im vierten Quartal 2012 von steigenden Umsätzen aus, da es auf der Basis neutraler Konjunkturentwicklungen für das Herbstgeschäft mit einem schwächeren Vororder- und einem stärkeren Nachordergeschäft rechnet. Außerdem wird davon ausgegangen, dass das Konzernergebnis 2011/2012 unter dem des Vorjahres von 10,1 Millionen Euro liegen wird. Grund hierfür sind u.a. die Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm von Gin Tonic.

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