„Made in Italy“ floriert dank Schwellenländern und Retail

Mode und Luxus unter dem Label „Made in Italy“ sind weiterhin auf Erfolgskurs. 2011 konnten zehn der größten Modekonzerne Italiens ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 10,1 % verzeichnen. Gemeinsam setzten sie fast 200 Milliarden Euro um. Ihr Reingewinn stieg um 25,4 % und die Betriebsmarge um 21,9 %. Die Bekleidungsverkäufe konnten um 8 % gesteigert werden, im Bereich Schmuck und Uhren wurde gar ein Plus von 18 % erreicht.



Der im Dezember eröffnete Prada-Store im chinesischen Jinan.


Zu diesem überaus positiven Schluss kommt eine Studie der Mailänder Geschäftsbank Mediobanca, in der die Bilanzen von zehn großen italienischen Modekonzernen (Benetton, Dolce & Gabbana, Ermenegildo Zegna, Salvatore Ferragamo, Giorgio Armani, Max Mara, Miroglio, OTB de Renzo Rosso, Prada, Tod’s) sorgfältig überprüft wurden. Die Marken der zu PPR gehörenden Gucci-Gruppe konnten mangels Zugang zu den genauen Ergebnissen nicht berücksichtigt werden.

Die untersuchten Modekonzerne konnten ihre Entwicklung im vergangenen Jahr ungetrübt weiterführen. Diese lässt sich in drei zentrale Achsen gliedern: Die Stärkung der Marke, unter anderem durch eine wirksame Kommunikationspolitik, die Erweiterung des Produkt- und Qualitätsangebots und die Modernisierung und der Ausbau des Filialnetzwerks. Mediobanca streicht in der Studie insbesondere die „Besinnung auf eine korrekte Positionierung durch die direkten Verkaufsstellen als grundlegenden Wettbewerbshebel“ hervor. Die Verbraucher der neuen Märkte in Asien, der ehemaligen Sowjetunion und Südamerika bleiben der Hauptmotor für das Wachstum in der Modesparte.

Von den zehn untersuchten Konzernen schneiden Zegna, Ferragamo, Prada, Tod’s und Armani mit zweistelligen Wachstumsraten besonders gut ab. Benetton und Dolce&Gabbana mussten für 2011 rückläufige Absätze hinnehmen, während Miroglio seinerseits einen Nettoverlust einstecken musste. In den kommenden Jahren rechnet Mediobanca für die größten Mode- und Luxusunternehmen Italiens mit einem durchschnittlichen Wachstum von rund 7 %.



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