Schwellenländer treiben Unilever-Geschäft - Stagnation in Europa

LONDON (dpa-AFX) - Der weltweit zweitgrößte Konsumgüterkonzern Unilever profitiert weiter von einem guten Geschäft in den Schwellenländern. Dort legte sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn zweistellig zu. Damit konnte die Schwäche in Europa ausgeglichen werden. Hier kämpft der britisch-niederländische Hersteller von Produkten wie Dove-Seife, Knorr-Fertiggerichten, Magnum-Eis und Lipton-Eistee nach wie vor mit einem harten Preiswettkampf und einer stagnierenden Nachfrage. Konzernweit legte der Erlös im vergangenen Jahr 10,5 Prozent auf 51,3 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Mittwoch in London mitteilte.

Der Gewinn stieg um sieben Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Damit erfüllte das Unternehmen die Erwartungen der Experten. Konzernchef Paul Polman sieht trotz der Zuwächse keinen Spielraum für "Selbstgefälligkeit". "Die Lage an den Märkten bleibt herausfordernd, der Wettbewerb hart und die Schwankungen bei den Preisen für Rohstoffe bleiben hoch." Der seit Anfang 2009 an der Spitze des Konzerns stehende Polman peilt auch in diesem Jahr ein Wachstum an, das über dem Marktschnitt liegt. Dabei soll der Gewinn weiter zulegen./zb/fbr