Salon International de la Lingerie: Schlechtes Wetter sorgt für 12 Prozent weniger Besucher

Alle Pariser Messen, die am vergangenen Wochenende stattfanden, haben stark unter dem Wintereinbruch gelitten. Dabei waren die Veranstalter des Salon International de la Lingerie trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage optimistisch. Die Pariser Messe der Unterwäsche-Branche hat ihre Türen zum 50. Mal vom 19. bis 21. Januar geöffnet. Dieses Jahr hat das immer im Winter stattfindende Event allerdings stark unter den witterungsbedingten Verkehrsproblemen gelitten. Nach Angaben der Veranstalter sind 12 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr gekommen.


Auf dem Salon International de la Lingerie, Januar 2013. Foto: Collectif Nguyen Ngoc.

Am Tag nach der Messe wurde Bilanz gezogen: 16 372 Besucher im Vergleich zu 18 600 im Januar 2012, d. h. 12 Prozent weniger. Nach Aussagen der Organisatorin der Messe, Séverine Marchesi, muss dieser Vergleich mit Vorsicht gezogen werden, denn im letzten Jahr waren die Besucherzahlen stark gestiegen (+ 6 %).

Vor allem von den französischen Besuchern sind wegen der schwierigen Straßenverhältnisse sowie Störungen im Bahn- und Flugverkehr weniger als erwartet gekommen. Der Anteil französischer Besucher, die mehr als ein Drittel der Messegäste ausmachen, ist um 16 Prozent gesunken. Auch Deutschland und Großbritannien hatten mit den schlechten Witterungsverhältnissen zu kämpfen und haben eine deutlich geringere Zahl von Besuchern bestätigt.

Bei den Gästen aus weiter entfernten Exportländern, die schon eher angereist sind und sich länger in Paris aufhalten, blieb die Bilanz unverändert. „Positiv überrascht hat uns Russland, das mit 21 Prozent mehr Besuchern den siebten Platz bei den Besucherzahlen einnimmt. Außerdem waren Vertreter aus Kasachstan, einem für uns ganz neuen Markt, anwesend“, unterstreicht Séverine Marchesi.

Von Ausstellerseite wurde diese Entwicklung bestätigt. Viele berichten von Absagen seit Langem vereinbarter Termine, weil die Kunden die Reise nicht auf sich nehmen konnten. „An den ersten beiden Tagen haben wir ungeachtet der geringeren Besucherzahl viel gearbeitet. Der dritte Tag war tatsächlich sehr ruhig, was sicherlich auf die zweite Schneewarnung zurückzuführen war", sagte Sophie Knis, Marketingleiterin von Wacoal am Montagnachmittag. Ungeachtet der deutlichen Abnahme der französischen Besucher, zeigten sich einige Aussteller sehr zufrieden über das Zustandekommen neuer Kontakte mit Vertretern aus entfernten Exportländern.



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