Die Pariser Haute-Couture-Schauen in Tops und Flops

Paris (dpa) - Paris stand in den vergangenen Tagen im Zeichen der Mode für Frühjahr/Sommer 2013. Zwar hinderten Eis und Schnee einige Kundinnen und Journalisten am Kommen, dennoch waren die Reihen zu den Haute Couture-Schauen gut gefüllt.



Iris Van Herpen (PixelFormula)


Die modische Meisterklasse in Tops und Flops:

Top: Die Elektro-Performance bei Iris van Herpen. Eine lebende Statue schoss vor Beginn der Schau lilafarbene Blitze bei jeder Bewegung. Eine Freundin der Designerin hatte sich dafür in einen metallischen Anzug einnähen lassen, der wie ein «Faradayscher Käfig» als Abschirmung funktionierte.

Flop: Franck Sorbiers Couture-Präsentation als absurdes Theater. Ein Autor hielt eine Ansprache, ein fast nackter Tänzer tanzte mit einem Kleid, und für beinahe jedes Model öffnete und schloss sich der Vorhang. Der bizarre Budenzauber sollte das Leben von Peggy Guggenheim illustrieren.

Top: Die Schau von Raf Simons für Dior. Models mit fantastischen Kurzhaarschnitten, ein tolles Setting mit Haselsträuchern und Buchsbäumen und Entwürfe von ätherischer Schönheit.

Flop: Die Boutique-Eröffnung von Armani an der Avenue Montaigne. Wer bei Sinnen war, flüchtete wegen des Andrangs. Eine Couture-Kundin drehte ab aus Angst, dass ihr im Gedränge die teure Armani-Jacke vom Leib gerissen werden könnte.

Top: Die neue Pariser Pünktlichkeit. Anders als in früheren Saisons fingen die meisten Schauen erfreulich pünktlich an. Nur am Dienstagnachmittag gab es Verschiebungen, die wurden dann aber ebenfalls pünktlich angekündigt.

Flop: Die Pariser Taxifahrer. Wohl aufgrund des schlechten Wetters mit Eis und Schnee waren sie noch unfreundlicher als sonst und weigerten sich immer wieder, Besucher der Schauen auf kürzeren, nicht so lukrativen Strecken zu fahren. Pech insbesondere für Damen, die hohe Absätze trugen.

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