Nike sprintet Adidas bei den Patenten davon

München (dpa) - Nike sprintet seinem ärgsten Konkurrenten Adidas bei den Patentanmeldungen davon. Von den in den Jahren 2000 bis 2010 angemeldeten Patenten der fünf größten Sportartikelhersteller entfallen gut drei Viertel auf den US-Weltmarktführer, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Münchner Patentkanzlei Grünecker hervorgeht. Auf Adidas gehen 15 Prozent der Europäischen Patentanmeldungen zurück, auf Puma 5 Prozent. Asics und die Adidas-Fitnesstochter Reebok verzeichnen 2 beziehungsweise 1 Prozent. Über die Studie hatte am Montag zuerst die «Welt» berichtet.

Insgesamt meldete Nike zwischen 2000 und 2010 in Europa rund 650 Patente auf Schuhe, Kleidung oder Sportgeräte an. «Der Vorsprung, den Nike sich mit seine Patenten auf dem europäischen Markt geschaffen hat, ist von der deutschen Sportartikelindustrie nur schwer aufzuholen», kommentierte Studienautor Ulrich Blumenröder. Allein für Schuhe habe Nike in den vergangenen 20 Jahren über 300 Patente beim Europäischen Patentamt angemeldet - Adidas dagegen nur 56. Bei der Bekleidung stehen die Herzogenauracher im Verhältnis etwas besser da. Die beiden weltweit größten Sportartikelkonzerne haben in der Vergangenheit auch schon vor Gericht um ihre Patente gestritten.