Lafuma verzeichnet im ersten Quartal erneut ein Umsatzminus

Paris, 31.01.2013 (AFP) - Die Lafuma-Gruppe hat letzten Donnerstag ein Umsatzminus für das erste Quartal ihres verschobenen Geschäftsjahres bekanntgegeben. Als Gründe dafür führt das Unternehmen die Lage auf dem europäischen und asiatischen Markt, die zu breite Positionierung des Lafuma-Labels sowie den Rückgang der Surfmarke Oxbow an.


Einbruch bei den Quartalsergebnissen von Lafuma. Visual Lafuma.

„Alle Tätigkeitsbereiche von Lafuma verzeichnen einen Ergebnisrückgang im ersten Quartal“, das Ende Dezember zu Ende ging, wurde aus einer Pressemitteilung des Konzerns bekannt. Demnach hat Lafuma im entsprechenden Zeitraum einen Umsatz von 41,3 Millionen Euro erwirtschaftet, das sind 24,5 % weniger als im Vorjahr (- 15,7 % bei unverändertem Konsolidierungskreis und konstanten Wechselkursen).
Bei Analyse der einzelnen Geschäftsbereiche wird deutlich, dass die auf Bergsport spezialisierten Marken (Millet, Eider und Killy) mit Verkaufserlösen von 24,9 Millionen Euro (- 6,1 %) relativ gut abgeschnitten haben, eine Tatsache, die laut der Pressemitteilung der „Umsetzung einer kohärenten Produkt- und Marketingstrategie“ zu verdanken ist.
„Negativ wirkt sich hingegen die zu breite Positionierung der Outdoor-Marken auf die Geschäftstätigkeit aus. Außerdem leidet Lafuma unter der Konkurrenz durch die hauseigenen Marken indirekter Wettbewerber“, wie zum Beispiel die Marke Quechua von Decathlon.
Der Geschäftsbereich Outdoor hat einen Umsatz von 12 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Minus von 15,5 %.
Im Surfbereich war der Rückgang mit 45 % auf 4,4 Millionen Euro am deutlichsten, denn wie die Surfbranche insgesamt hat auch die Marke Oxbow stark unter der schwierigen Lage auf dem Markt gelitten.
Regional betrachtet wird der europäische Markt als „äußerst träge“ und der asiatische Markt als „weniger dynamisch im Vorgleich zu den Vorjahren“ bezeichnet.
Für das laufende Geschäftsjahr „rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang (...), auch wenn die im letzten Quartal beobachtete rückläufige Tendenz in den nächsten drei Quartalen weniger stark ausgeprägt sein dürfte“, so Lafuma.
Der Konzern, der sich in die Obhut des Schweizer Wäscheherstellers Calida begeben wird, setzt auf eine „Umsatzstabilisierung und Rentabilitätsverbesserung“, wobei das Hauptaugenmerk auf der Positionierung und der Qualität seiner verschiedenen Marken liegen wird.

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