Die Mailänder Designerdefilees in Tops und Flops

Mailand (dpa) - Acht Tage lang kämpften sich Medienvertreter und Einkäufer aus aller Welt durch die rund 90 Defilees der Milano Moda Donna, die an diesem Mittwoch zu Ende gehen. Sie suchten und fanden hier Antworten auf die Frage, was die Frau im Frühjahr/Sommer 2010 tragen soll. Eine kleine Bilanz in Tops und Flops:


D&G - Foto : Pixel Formula

Top: Das italienische Label C`N`C zeigte seine Kollektion nicht im sonst üblichen exklusiven Rahmen für nur wenige Auserwählte, sondern mitten auf dem Mailänder Domplatz als große Modeparty.

Flop: Dolce & Gabbana änderten kurzfristig ihre Termine auf dem Schauenkalender und sorgten damit für viel Chaos.

Top: Neue Namen wie Gabriele Colangelo oder das Designerduo Roberto Rimondi und Tommaso Aquilano entstauben die etwas in die Jahre gekommene italienische Mode.

Flop: Hagere Models mit ausdruckslosen Gesichtern können einem die Laune an der schönsten Kollektion verderben. Die Schwüre, dass sich das Frauenbild auf dem Laufsteg ändern soll? Vergessen.

Top: Bei Missoni trugen alle Models eine Kette mit Trillerpfeife. Frauen sind so oft Gewalt ausgesetzt. Nun können sie bei Gefahr um Hilfe pfeifen, erklärt Angela Missoni das wohl sinnvollste Accessoire der neuen Saison.

Flop: Highheels mögen Frauen sexy aussehen lassen, sofern sie darin laufen können. Manchmal bekommen das aber nicht einmal die Models hin. Trotzdem: Die Absätze sind weiterhin schwindelerregend hoch.

Top: Der Mini ist eigentlich ein großer Gewinner der Mailänder Schauen, der aber schnell zum Flop werden kann, weil ihn oft auch Frauen tragen, die besser andere Modelle wählen sollten.

Flop: Die vielen transparenten Kleidungsstücke vom Laufsteg werden wieder zu dem Missverständnis führen, dass die Frau im nächsten Sommer halbnackt auf die Straße gehen soll. Natürlich nicht! Das sind nur Showeffekte.