Insolvente Schuhkette Leiser schließt ein Viertel der Filialen

Augsburg (dpa) - Die insolvente Schuhhandelskette Leiser und ihre Schwesterfirma Schuhhof machen ein Viertel ihrer Filialen dicht. Fast 400 der rund 1400 Mitarbeiter verlieren ihren Job, wie das Unternehmen am Dienstag in Augsburg mitteilte. Das Amtsgericht Augsburg hatte zuvor ein Planinsolvenzverfahren eröffnet. Das Verfahren soll Leiser ermöglichen, in Eigenregie einen Rettungsplan für das Geschäft umzusetzen.

Der Plan sieht unter anderem vor, dass bundesweit bis zu einem Viertel der Filialen geschlossen werden - 17 davon bei Leiser und 16 bei Schuhhof. Das sei ein harter Schnitt für die Mitarbeiter, sagte Geschäftsführer Steffen Liebich der Nachrichtenagentur dpa. «Wir haben aber keine andere Wahl.»


Die Schuhhandelskette Leiser ist insolvent. (Foto: Leiser.de)


Liebich hofft, das Planinsolvenzverfahren binnen eines Jahres abzuschließen. Zuvor muss sich das Unternehmen mit den Gläubigern auf einen Finanzierungsplan einigen. Leiser will in den kommenden Monaten unter anderem die Verwaltung schlanker machen. Außerdem will das Unternehmen in die verbleibenden Filialen und in ein neues Kassensystem investieren.

Leiser und Schuhhof haben bundesweit rund 130 Filialen und etwa 1400 Mitarbeiter. Leiser wurde 1891 in Berlin gegründet und ist in der Hauptstadt nach wie vor mit vielen Geschäften vertreten. Die Leiser Handelsgesellschaft mbH und die Schuhhof GmbH gehören zur Bahner-Gruppe in Augsburg. Die sogenannte Planinsolvenz ist ein Spezialfall des Insolvenzverfahrens.

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